OFFICE 152 N°3 Alex Lebus  •  Daniel Burkhardt  •  David Kroell  •  Denise Winter  •  Felix Schneeweiss  •  Paul Barsch
2016
4.3 – 18.3
VISITING CURATORS
FELIX SCHNEEWEIß & DENISE WINTER, Office 152, Berlin
LAGE EGAL RAUM FÜR AKTUELLE KUNST
Danziger Str. 145, 10407 Berlin (View on Map)


Office 152 N°3 zu Gast
  • Denise Winter und Felix Schneeweiß laden alle zwei Jahre KünstlerInnen zu einer Ausstellung ein, der eine gemeinsame Arbeitsphase im Ausstellungsraum als temporäres Atelier vorausgeht. Die Initiative entsteht aus KünstlerInnen-Perspektive, denn Winter und Schneeweiß fällen die Entscheidung darüber, mit welchen künstlerischen Positionen sie gerne arbeiten und ausstellen würden. Im Sinne einer Selbstermächtigung entgegen gängiger kuratorischer oder institutioneller Auswahl- und Einteilungsmechanismen (werden diese nun praktiziert von KuratorInnen, Künstler-KuratorInnen, KünstlerInnen o.Ä.)(1) gibt es bei office 152 schlichtweg keine Auswahl von Kunstwerken, sondern eine Auswahl künstlerischer Positionen. Die den KünstlerInnen übertragene Verantwortung über die Auswahl der Werke resultiert aus einem ihnen entgegengebrachten Vertrauen.

    Zufall?
    Zitronensäure: klingt harmlos, als sei Zitrone drin, ist sie aber nicht
    Zeichnungen: filigran und farbig White Cube: wird herausgefordert
    Verbindung von Bildern, Räumen, Technik: Kunstwerk an der Schnittstelle
    Umraum: immer wichtig
    Struktur des Verschwindens: du denkst, du siehst es und im nächsten Moment ist es weg
    Störung: alles stört auf eine Weise
    Spuren: alles hinterlässt Spuren auf eine Weise
    Spiegel: tricky, weil er nie sich selbst zeigt
    Schattenfuge: gebogen, eckig, gerade, krumm
    Rahmen: umgibt ein Inneres
    Plexiglas: auch Acrylglas, wird gegossen in der Herstellung
    Kraken (Ordnung Octopoda): sind eine Teilgruppe der Achtarmigen Tintenfische (Vampyropoda)
    Grafische Zeichnung im Raum: inspiriert durch den Raum
    Gespiegelter Umraum: s. Umraum
    Geruch: Erinnert an etwas, manchmal eklig
    Fußbodenleiste: gibt es im White Cube nicht
    Freiraum
    Fräsung: im ersten Schritt ein halber Millimeter, im zweiten noch ein halber Millimeter
    Fragmente eines Motivs: Erinnerungen sind meist auch fragmentiert
    Etwas entzieht sich: s. Struktur des Verschwindens
    Durchsichtigkeit: s. Das dahinter Liegende
    Dreads: Dichotomie von Archaik und Technologie
    Doppelprojektion: fügt sich zusammen und bildet doch keine Einheit
    Das dahinter Liegende: kommt zum Vorschein bei durchsichtigen Materialien
    Blickachsen: veränderst du deine Blickachsen, verändert sich das von dir Gesehene
    Biological technology: Nachahmung von schon Vorhandenem
    Bewegung: Auswirkung des menschlichen Körpers auf den Raum
    Akzeptanz von Zufällen führt zu Entscheidungen, die nicht mehr zufällig sind.

    Text von Samara Yildirim

    (1) Einen Überblick über die verschiedenen Rollen, Tätigkeiten und Mächte von KuratorInnen im Kunst-betrieb verschafft der im Juni 2011 herausgegebene Texte-zur-Kunst-Band „The Curators“. Die Diskussion über Autorschaft, Themen- oder Einzelausstellungen wird jedoch mindestens seit den 1960er Jahren geführt.


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Photos courtesy of Paul Barsch



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